Sobald ein Kind zu krabbeln beginnt, sieht die eigene Wohnung plötzlich ganz anders aus. Treppen, Steckdosen, Schubladen und Fenster werden zu spannenden Entdeckungsorten, die schnell gefährlich werden können. Mit durchdachter Kindersicherheit schaffst du einen geschützten Raum, in dem dein Kind die Welt erkunden darf, während du dich entspannter zurücklehnen kannst.
Treppen- und Türschutzgitter sichern gefährliche Bereiche ab und gibt es zum Klemmen oder Verschrauben. Steckdosensicherungen, Schrank- und Schubladensperren sowie Kantenschutz für Tische und Kommoden gehören zur Grundausstattung. Herdschutzgitter verhindern das Greifen nach heissen Töpfen, abschliessbare Fenstergriffe und Fensterstopper schützen vor Stürzen. Ergänzt wird das Sortiment durch Kippschutz für Möbel, Türklemmschutz, WC-Deckelsicherungen und Laufgitter.
Bei Treppenschutzgittern gibt die Norm EN 1930 Orientierung. Am oberen Treppenende solltest du ausschliesslich verschraubte Gitter ohne Bodenschwelle verwenden, denn Klemmgitter können sich lösen und Schwellen werden zur Stolperfalle. Kommoden, Regale und Schränke gehören mit Kippschutz an die Wand, da Kinder gerne daran hochklettern. Klebesicherungen sind in Mietwohnungen praktisch, halten aber nur auf glatten, sauberen Flächen dauerhaft. Prüfe alle Sicherungen regelmässig, weil Kinder schnell lernen, einfache Mechanismen zu überlisten.
Preislich findest du günstige Einzelsicherungen und Sets für die Grundausstattung, eine solide Mittelklasse mit einfacher Bedienung für Erwachsene sowie Premiumlösungen mit hochwertigen Materialien, Sonderbreiten und unauffälligem Design.
Vergleiche die Produkte und mach dein Zuhause Schritt für Schritt kindersicher.
Am besten beginnst du, bevor dein Kind mobil wird, also noch bevor es zu krabbeln oder sich hochzuziehen beginnt. Viele Eltern sind überrascht, wie schnell ein Baby plötzlich Treppen, Schränke und Kabel erreicht. Geh die Wohnung am besten auf Knien durch, so erkennst du Gefahren aus Kinderperspektive. Beginne mit den wichtigsten Punkten wie Treppen, Fenstern und kippgefährdeten Möbeln und ergänze weitere Sicherungen nach und nach.
Klemmgitter werden ohne Bohren zwischen Wand und Türrahmen eingespannt und eignen sich gut für Türen und das untere Treppenende. Am oberen Ende einer Treppe gehört dagegen immer ein verschraubtes Gitter hin, weil nur dieses einem kräftigen Rütteln oder Anlehnen sicher standhält. Achte dort ausserdem darauf, dass das Gitter keine Bodenschwelle hat, damit Erwachsene nicht stolpern. Idealerweise schwingt die Tür nur in Richtung des sicheren Bereichs auf.
Viele neuere Steckdosen haben bereits einen integrierten Berührungsschutz, bei dem kleine Klappen die Kontakte verschliessen, bis ein Stecker eingeführt wird. Ältere Steckdosen bieten diesen Schutz meist nicht, dort sind Nachrüstsicherungen sinnvoll. Achte darauf, dass sie zum Schweizer Stecksystem passen und fest sitzen, damit Kinder sie nicht herausziehen und verschlucken können. Auch Steckdosenleisten am Boden sind beliebte Spielobjekte und sollten gesichert werden.
Treppenschutzgitter sind in der Regel für Kinder bis etwa zwei Jahre ausgelegt. Danach können viele Kinder das Gitter überklettern, was mitunter gefährlicher ist als eine offene Treppe. Beobachte, wie sicher dein Kind bereits Treppen steigt und ob es versucht, über das Gitter zu klettern. Sobald das der Fall ist, solltest du das Gitter entfernen und stattdessen das sichere Treppensteigen gemeinsam üben.