Ein Kleiderbügel wirkt unscheinbar, doch er entscheidet mit darüber, wie lange deine Hemden, Blazer und Kleider gut aussehen. Der richtige Bügel hält Schultern in Form, verhindert Knitterfalten und sorgt dafür, dass nichts vom Haken rutscht. Einheitliche Bügel bringen ausserdem sofort Ruhe in den Kleiderschrank und machen es leichter, schnell das passende Teil zu finden.
Holzbügel sind stabil, langlebig und tragen auch schwere Mäntel mühelos, Varianten aus Zedernholz verströmen zudem einen angenehmen Duft. Samtbezogene Bügel sind besonders schmal und rutschfest, ideal für Blusen, Tops und Kleider mit dünnen Trägern. Kunststoffbügel sind leicht und pflegeleicht, Metallbügel wirken schlank und modern. Ergänzt wird die Auswahl durch Hosen- und Rockbügel mit Klammern, Anzugbügel mit breiten Schultern, Kinderbügel, platzsparende Mehrfachbügel sowie Halter für Schals, Gürtel und Krawatten.
Achte auf die Schulterbreite, denn ein zu breiter Bügel beult Schultern aus, ein zu schmaler lässt sie abknicken. Für Sakkos und Mäntel sind breite, geformte Schulterenden sinnvoll, für Hemden und Blusen reichen schmalere Formen. Ein drehbarer Haken macht das Aufhängen bequem. Dünne Drahtbügel solltest du nur kurzfristig nutzen, weil sie sich leicht verbiegen und Abdrücke hinterlassen. Einheitliche Modelle nehmen weniger Platz weg und lassen die Kleiderstange aufgeräumt wirken. Holzbügel sollten glatt geschliffen sein, damit keine Fasern hängen bleiben.
Preislich findest du günstige Sets aus Kunststoff oder Samt für die Grundausstattung, eine grosse Mittelklasse mit hochwertigem Holz und stabilen Haken sowie Premiumbügel für Anzüge und edle Garderobe.
Vergleiche Materialien und Formen und bring Ordnung in deinen Kleiderschrank.
Die Bügelbreite sollte zur Schulterbreite der Kleidung passen, damit die Schulterpartie sauber aufliegt. Für Damenkleidung sind meist etwas schmalere Bügel passend, für Herrenhemden und Sakkos eher breitere Modelle. Die Schulterenden sollten nicht über die Naht hinausragen, aber auch nicht deutlich davor enden. Für Kinderkleidung gibt es eigene, kleinere Bügel, denn auf Erwachsenenbügeln hängen Kindershirts schnell ausgebeult und rutschen herunter.
Samtbügel sind ideal für rutschige Stoffe wie Seide und Satin sowie für Tops mit dünnen Trägern, weil nichts herunterrutscht. Durch ihre schmale Form sparen sie ausserdem viel Platz auf der Kleiderstange. Für schwere Wintermäntel und Sakkos sind sie weniger geeignet, da sie die Schultern nicht ausreichend stützen. Beachte auch, dass die rutschfeste Oberfläche das schnelle Umhängen etwas erschwert und mit der Zeit Staub aufnehmen kann.
Strickpullover und schwere Wollteile hängst du besser nicht auf normalen Bügeln auf, denn das Eigengewicht zieht die Maschen in die Länge und an den Schultern entstehen Beulen. Am schonendsten ist das Falten im Regal oder in der Schublade. Wenn du sie trotzdem hängen möchtest, falte den Pullover der Länge nach und lege ihn über die Querstange eines Bügels, sodass sein Gewicht gleichmässig verteilt wird. Leichte Feinstrickteile vertragen breite, gepolsterte Bügel besser.
Stoffhosen hängst du am knitterfreisten mit einem Klammerbügel am Saum oder am Bund auf, so zieht ihr Gewicht die Falten heraus. Achte auf gepolsterte oder gummierte Klammern, damit keine Abdrücke im Stoff entstehen. Alternativ faltest du die Hose entlang der Bügelfalte und legst sie über einen Bügel mit rutschfester Querstange. Für Jeans ist das Aufhängen weniger wichtig, sie lassen sich auch gefaltet im Regal gut aufbewahren.