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Malern & Tapezieren

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Malern & Tapezieren: Frische Wände mit dem richtigen Werkzeug

Kaum eine Renovierung verändert einen Raum so schnell und so deutlich wie neue Farbe oder eine frische Tapete. Ein Wochenende reicht oft, um aus einem müden Zimmer einen hellen, einladenden Ort zu machen. Damit das Ergebnis gleichmässig wird und lange hält, kommt es neben einem ruhigen Händchen vor allem auf passendes Material und gutes Werkzeug an.

Für den Anstrich findest du Wandfarben auf Dispersions-, Latex-, Silikat- oder Kalkbasis, dazu Lacke für Türen und Heizkörper sowie Grundierungen für schwierige Untergründe. Farbrollen, Pinsel, Abstreifgitter und Farbwannen gehören zur Grundausstattung, ergänzt durch Malerkrepp, Abdeckfolie und Spachtelmasse. Wer tapeziert, wählt zwischen Vlies-, Papier-, Raufaser- und Vinyltapeten und braucht dazu Kleister, Tapeziertisch, Andrückbürste, Nahtroller und ein scharfes Cuttermesser.

Bei Wandfarbe lohnt der Blick aufs Etikett: Das Deckvermögen und die Nassabriebklasse geben an, wie gut die Farbe deckt und wie robust sie später gegenüber dem Abwischen ist. Klasse 1 steht jeweils für das beste Ergebnis. Prüfe vorher den Untergrund, denn stark saugende oder sandende Wände brauchen eine Grundierung. Kurzflorige Rollen eignen sich für glatte Flächen, langflorige für raue Strukturen. Bei Vliestapeten kleisterst du die Wand ein, Papiertapeten brauchen dagegen eine Weichzeit nach dem Einkleistern. Emissionsarme Produkte machen das Wohnen direkt nach dem Streichen angenehmer.

Preislich reicht die Spanne von einfachen Einsteigerfarben und Basiswerkzeug über solide Mittelklasseprodukte mit guter Deckkraft bis zu Premiumfarben und Profiwerkzeug, das auch grosse Flächen mühelos meistert.

Vergleiche Farben, Tapeten und Werkzeug und leg mit deinem nächsten Wandprojekt los.

Tipps für Pinsel, Rolle und Kleister

Miss zuerst die Wandflächen aus, indem du Länge mal Höhe rechnest und grössere Fenster und Türen abziehst. Auf dem Gebinde steht, wie viel Farbe pro Quadratmeter und Anstrich nötig ist. Rechne in der Regel mit zwei Anstrichen, besonders bei starken Farbwechseln oder frisch gespachtelten Stellen. Plane ausserdem eine kleine Reserve ein, damit du nicht mitten in der Wand nachkaufen musst, denn Farbtöne verschiedener Chargen können leicht voneinander abweichen.

Vliestapeten sind für die meisten Heimwerker die bequemere Wahl. Du trägst den Kleister direkt auf die Wand auf und legst die trockene Bahn hinein, wodurch sich Bahnen leicht ausrichten lassen. Beim nächsten Renovieren lassen sie sich meist trocken und in ganzen Bahnen abziehen. Papiertapeten sind oft günstiger und in vielen Mustern erhältlich, verlangen aber mehr Übung, weil sie eingekleistert werden, eine Weichzeit brauchen und sich beim Anbringen leicht dehnen.

Streifen und sichtbare Ansätze entstehen meist, wenn bereits angetrocknete Farbe überrollt wird. Arbeite deshalb zügig nass in nass und streiche eine Wand ohne Pause von Ecke zu Ecke durch. Trage die Farbe erst kreuzweise auf und rolle sie dann in einer Richtung gleichmässig aus. Auch zu wenig Farbe auf der Rolle, starke Sonne oder Zugluft fördern Streifen. Eine hochwertige Farbe mit guter Deckkraft verzeiht kleine Fehler deutlich besser.

In den meisten Fällen ist das die bessere Lösung, denn neue Tapete auf alter Tapete hält oft schlecht. Durch die Feuchtigkeit des Kleisters kann sich die alte Schicht lösen und Blasen werfen. Lässt sich die Tapete nicht trocken abziehen, hilft Einweichen mit Wasser und etwas Spülmittel oder ein Tapetenlöser, bei Vinyl vorher mit einem Stachelroller perforieren. Danach Löcher spachteln und die Wand je nach Saugfähigkeit grundieren.